Lieber Inselfreund,

ich habe deinen Rat befolgt und gestern „Dr. Schiwago“ auf ARTE angesehen, auch die Dokumentation über Omar Sharif weckte mein Interesse, obwohl es schon spät war. Nachdem ich seit längerem die ORF-Staatspropaganda SteinzeitimBild1 und SteinzeitimBild2 nicht mehr ansehe, ist mein ohnedies ausgeprägtes Interesse für kulturelle Schwerpunkte stark gestiegen.  

„Das Volk hat immer recht“ sagte Omar Sharif, als er zur ägyptischen Revolution befragt wurde. Denselben Satz hat mir gegenüber einmal ein bekannter Vorarlberger Politiker (ÖVP) zitiert, als wir über die Schweizer Volksabstimmung bezüglich Kopftuch und Minarett diskutierten.

Ich mag DAS VOLK nicht, weil für mich Volk nicht DAS ist. Wenn schon, dann männlich, weiblich und sächlich. Aber auch da tschendert es gewaltig. Um das raus zu finden, hab ich in meiner Zanzenbergära etwas Neues erfunden und schrieb fortan statt das Volk: DER VOLK.

Ist der Volk das Volk?‘

DER VOLK charakterisiert einen bestimmten, ständig wechselnden Teil des Volkes. Wer aber ist das? Sicher ist: Wenn DER VOLK auftaucht, gibt es zwei:

DAS VOLK und DER VOLK. Ersteres, das sächliche. DAS VOLK tut seit kurzem Kerzchen anzünden und Lichterketten schweigen für …?  Wofür eigentlich? Für die Regierung? Fürs Impfen? Für den Frieden? Woher soll dieser Frieden kommen? Wie soll so ein Friede entstehen?  

Sicher ist, dass Kerzlein gut ankommen bei der Regierung. Und wenn sie bei der Regierung gut ankommen, kommen sie auch im ORF gut an. Ganz lieb. Die beiden gehören seit zwei Jahren zusammen. Da passt kein Löschpapier dazwischen. Der ORF sagt also: „Kerzlein, das ist gut!“ Wie das Mädchen in der Prohaskawerbung, das „Aktien sind gut“ sagt. Wo simma überhaupt? Ah, in Oe24. Wie immer beim Geld.

Mit richtig guten Teilnehmerzahlen wartet der ORF bei den guten Lichterketten auf. Was ist das für ein Frieden, bei dem statt geredet geschwiegen wird? Bei dem statt verschiedenen Meinungen gar keine Meinung ausgetauscht wird? Ein geimpfter oder ein ungeimpfter oder ein genesener Frieden, der gleich ungeimpft wird? Einen radikalen Frieden macht grad der Wolfurter Bürgermeister. Er hat gleich den eigenen Frieden gebrochen und den Kinderarzt angezeigt.  

DER andere VOLK tut seit längerem demonstrieren, das ist bös und kommt auch bös im ORF. Mit richtig niedrigen Teilnehmerzahlen, weil bös.  DER VOLK wird dafür bald durchgespritzt. 1 ,2, 3 – dann kommt die Polizei und holt DEN VOLK. 

Ich frage mich: Wird die Spritze einmal zur Gewohnheit werden? Vielleicht bekommen dann 7 Milliarden Menschen zum Zähneputzen ihr tägliches Spritzlä?  Weil das menschliche Immunsystem die körperlichen Schäden der durchgeknallten Konsumgesellschaft nicht mehr packt. Erstens kommt das Fressen, dann das EKZ, dann BlackRock und dann?

Vielleicht ist das gar keine Verschwörungstheorie? Vielleicht bin ich ja gar kein Rechtsradikaler? Vielleicht bin auch kein Linksradikaler? Vielleicht nicht einmal ein Coronaleugner? Vielleicht stimmt die Propaganda von da oben gar nicht? Vielleicht stimmen diese Zahlen gar nicht?

Vielleicht ist die industrielle Medizin ist drauf und dran, alle Krankheitenchemisch wegzuputzen, vielleicht werden in Kürze physische Schäden mechanisch beseitigt, vielleicht werden bald sogar seelische Ersatzteile eingesetzt? Da kann man schon Angst bekommen, nicht wahr? Aber diese Angst darf der Volk nicht bekommen nur die vor Corona, nicht wahr?

„Vielleicht wird das Sterben vorläufig unterhaltsam per Flugzeug nach Mallorca verdrängt“ hast du, mein lieber Freund im letzten Insel-Whatsapp geschrieben.

Vielleicht wird das Gegensatzpaar Gesundheit und Krankheit in der neuen Normalität einfach weggemacht, vielleicht ist das schon der GREAT RESET vom Klaus Schwab?

Ich frage dich zurück.

„Was ist gesund und was ist krank“ sangen vor 25 Jahren Herr Schnitzl Schweinshax, Frau Nikotina Beuschl und Frl. Elenda Elender im Musical „Das Große Tor der XUN HAI D“, das vom AKS im Rahmen der Dornbirner Messe aufgeführt wurde. Prophylaktisch. Da müsste schon offen drüber diskutiert werden, meine ich, nicht geschwiegen. Jetzt höre ich auf, ich hocke nämlich im Zug und will endlich meine zwei Bodenseebirnen und das selbstgemachte Hühnerschnitzelbrötchen essen.