Dear Philip,

ich schreibe Dir in aller Eile. Ich muss gleich mit der Handorgel zum Mond fliegen, weil das Weihnachtsfest 2021 dorthin ausquartiert wurde. Weihnachten wurde 2021 aus Gesundheitsgründen auf den Mond verlegt, um das traditionelle Fest vor Omicron zu retten. Das geht nur deshalb, weil das Christkind weder angesteckt, noch geimpft, noch getestet, noch geheilt sein muss.

Wer nicht krank ist, muss auch nicht geheilt werden, außer er ist ungeimpft.

Heilige, Engel und Gottesangehörige sind immer gesund, müssen daher auch nicht gespritzt werden. Während unsere irdische Gesellschaft krank ist und eingesperrt werden muss, trifft das auf die himmlische Belegschaft nicht zu. Da zeigt sich der Vorteil der Religion. Schönborn fliegt auch mit.

Überall stehen jetzt Flugplätze mit Mondraketen bereit.

Seit Wochen werden geimpfte Familien mit Millionen desinfizierten Geschenkspaketen ausgeflogen. Geimpfte BürgerInnen können Weihnachtsraketen für 5 bis maximal 15 Personen mieten. Ungeimpfte müssen auf der Erde bleiben. Ich auch.

Heimatvertrieben werden nur die Geimpften.

Draussen ragen die Mondraketen wie große Spritzen Richtung Mond. Sie führen neben Treibstoff auch Millionen Impfstoffpullen mit sich, die erst am Stephanstag ablaufen. Die Massen der abgelaufenen Impfstoffe werden noch vor dem 24. als Weihnachtsgeschenk an Afrika oder sonst an ein Erst-, Zweit- oder Drittweltland geliefert. Die sind dort sicher auch mit einem abgelaufen Fuckzin zufrieden. Alle müssen jetzt zusammenhalten, schreiben die Mondzeitungen seit Wochen. Der ORF berichtet mit SteinzeitimBild1 und 2 schon seit Beginn der Pandemie vom Mond.

Wer sich nicht impfen lässt, wird für Sonderaufgaben gefangen.

Ich zum Beispiel muss als Musiker das Lied „Stille Nacht“ PCR testen, damit es am Heiligen Abend „nicht nachgewiesen“ bis zu 72 Stunden lang von den Geimpften am Mond gesungen werden kann, obwohl es dort sowieso still ist. Stille Nacht wird jedenfalls sicher sein. Die EU transportiert mit speziell entwickelte Lastraketen FFP2-Masken auf den Mond. Die können dort auch locker weggeworfen werden. Das sei besser als im Meer. Umweltschutz!

Dear Philipp, du schreibst 1), der Mensch sei ein denkendes Schilfrohr.

Ein Wassertropfen genüge, um ihn zu töten. Dennoch sei er edel, weil seine ganze Würde eben im Denken bestehe. Er wisse nämlich, dass er sterben wird. Das ganze Weltall wisse nichts davon. Gott habe ihm das Gehirn gegeben und nur er enosch, der Mensch, könne davon Gebrauch machen. Ob die das auf dem Mond auch checken?

Herzliche Grüße GAUL

P.S.: Weil Stille Nacht heuer auf dem Mond ist, schick ich Dir ein Lied 2) von mir.

1) Philip K. Dick: „We can build you” 1972 (Dt: Die Lincoln Maschine  2007, Heyne S 24)

2) Ulrich Gabriel – Vorallemberg – Bom – YouTube